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Übach-Palenberg

Angebundene Strecken:

Aachen - Mönchengladbach

Anschlußbahn Grube Carolus Magnus


Beschreibung:

Zum 11.11.1852 ging die Eisenbahnstrecke von Aachen nach Möchengladbach auf dem Teilstück von Rheydt bis Herzogenrath in Betrieb, an dem auch Übach-Palenberg liegt.

Wann genau der Bahnhof Übach-Palenberg in Betrieb ging, ist mir nicht bekannt. In einer Übersicht von Lutz-Henning Meyers "150 Jahre Eisenbahnen im Rheinland" ist eine Aufstellung enthalten, in der der Bahnhof Übach-Palenberg namentlich aufgeführt ist, jedoch ohne bauliche Anlagen. Diese Aufstellung bezieht sich auf den Zeitraum von 1856 bis 1859.

Ebenso kann ich nicht mit Gewissheit sagen, wann das erste Bahnhofsgebäude (eine hölzerne Baracke) errichtet wurde. Erbauer dieses ersten Bahnhofsgebäudes war die Aachen-Düsseldorfer-Eisenbahn-Gesellschaft, die in der ersten Zeit die Strecke Aachen-Mönchengladbach (-Düsseldorf) betrieb.

Der Bahnhof war lange Zeit nur durch die landwirtschaftliche Umgebung geprägt. Dies änderte sich, als im Jahre 1911 mit dem Abteufen der Grube Carolus Magnus begonnen wurde. Die Zeche erhielt einen Gleisanschluß ab dem Bahnhof Übach-Palenberg. Die Stichstrecke zur Grube verlief von der östlichen Bahnhofsausfahrt (Richtung Geilenkirchen) in weitem Bogen entlang der Bahnstraße zum Zechengelände.

Nach dem Förderbeginn wurde Übach-Palenberg zum Übergabebahnhof für die Kohlezüge der Grube. Nachdem die Förderung der Grube eingestellt wurde ließ das Frachtaufkommen stark nach. Der Bahnhof verlor in der Folgezeit immer mehr an Bedeutung.

Bis ins Jahr 1912 tat eine alte Baracke ihren Dienst als Bahnhofsgbäude. Nachden die Bedeutung des Bahnhofes durch den Anschluß der Zeche zugenommen hatte, entschloß man sich zum Bau eines hölzernen Bahnhofsgebäudes, daß 1912 eingeweiht wurde. Dieses lag entgegen des heutigen Bahnhofsgebäudes auf dem Gelände des heutigen P+R-Parkplatzes

Bereits im Jahre 1936 wurde dieses Bahnhofsgebäude durch einen Neubau ersetzt. Dieses wurde entgegen der bisherigen Gebäude auf der östlichen Seite des Gleises erbaut und ist noch heute erhalten. Im Bereich des alten Gebäudes entstanden einige Abstellgleise.

In den neunziger Jahren wurde die gesamte Innenstadt Palenbergs neu gestaltet. Von dieser Umgestaltung blieb auch das Bahnhofsgelände nicht verschont. Die alte Brücke über die Bahnstrecke und die Wurm in direkter Nähe des Bahnhofes wurde neu gestaltet, die Bahnanlagen zum Teil zurückgebaut.


Stellwerk Üf am 31.03.2002

Blick über den Bahnhofsbereich am 31.03.2002

Ehemaliges Empfangsgebäude Übach-Palenberg am 31.03.2002

Im Zuge dieser Umbaumaßnahmen wurde auf den früheren Abstellgleisen ein neuer P+R Parkplatz angelegt. Das frühere Empfangsgebäude wurde im Jahr 2002 in ein Jugend- und Seniorenzentrum umgebaut. Das Gebäude blieb erhalten, wurde jedoch mit einem großen Anbau versehen. Seiner Funktion als Empfangsgebäude kommt es allerdings nicht mehr nach.

Der Bahnsteig an Gleis 1 des Bahnhofes ist über den P+R-Parkplatz ebenerdig zu erreichen, von der Seite des früheren Empfangsgebäudes über einen Treppenaufgang. Der Bahnsteig weist eine Länge von 272 m auf. Der Mittelbahnsteig an den Gleisen 2 und 3 ist 250 m lang und nur über einen Treppenaufgang zu erreichen. Beide Bahnsteige sind auf eine Höhe von 38 cm ausgelegt. Ausgerüstet sind beide Bahnsteige mit Wartehäuschen und Fahrkartenautomaten.

Mit Inbetriebnahme des ESTW Grevenbroich zwischen dem 04. und 06. November 2007 wurde das Überholgleis (Gleis 3) des Bahnhofes Übach-Palenberg aufgegeben. Mit dieser Maßnahme verlor Übach-Palenberg seinen Status als Bahnhof. Gleichzeitig wurde das bisherige Stellwerk Üf nicht mehr benötigt. Neu entstanden ist in Übach-Palenberg ein ESTW-A, das an das ESTW Grevenbroich angeschaltet ist.

Am 04.09.2008 wurde mit den lang ersehnten Umbauarbeiten im Bahnhof begonnen. Während der etwa einjährigen Bauphase werden die Bahnsteige erneuert und auf eine Länge von 170 m verkürzt, nach den Umbauarbeiten sollen Züge auf der gesamten Länge der Bahnsteige barrierefrei zu erreichen sein. Neben der Renovierung der Bahnsteigunterführung stehen auch neue Wartehäuschen, sowie Beleuchtungs- und Beschallungsanlagen auf der Liste. Die gesamten Baukosten werden auf etwa 2,3 Millionen Euro veranschlagt. Im Rahmen der Bauarbeiten wird auch das noch vorhandene, aber seit der Einführung des ESTW nicht mehr genutzte Überholgleis (Gleis 3) demontiert. Nach knapp zwei Jahren, im August 2010, wurden die Umbauarbeiten im Übach-Palenberger Bahnhof abgeschlossen. Die offizielle Einweihung fand am 16.08.2010 statt.

Der Haltepunkt Übach-Palenberg nach dem Umbau am 08.01.2011

In Übach-Palenberg halten nur Nahverkehrszüge (Regionalbahn und Regionalexpreß). Weiterhin wird der Bahnhof von regionalen und überregionalen Güterzügen durchfahren.

Unweit von Übach-Palenberg in Richtung Herzogenrath befindet sich die Sandgrube Nievelstein, die jedoch seit einiger Zeit nicht mehr bedient wird. Interessanterweise wurde diese Anschlußstelle bei der Einrichtung des ESTW Grevenbroich berücksichtigt.


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